Solarluftschiffe:

 

 

 

 

 

 

 

Eine Chance für unsere Umwelt, für die Luftfahrt und unsere Zukunft!

 

Umwelt hat zwangsläufig eine Schlüsselposition in unserem Weltgeschehen eingenommen. Ob es sich um Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder viele andere Bereiche handelt, alle Bewertungen haben direkt oder indirekt etwas mit Umwelt zu tun. Zutreffend ist damit Umweltverschmutzung durch die viel zu hohen CO2 Werte gemeint. Sie sind zum Maßstab aller Dinge geworden und öffnen Fenster und Türen des Allgemeininteresses.

 

Die Erkenntnisse und Auswirkungen der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang mit den verursachten Umweltschäden sind Veranlassung dafür, jede Möglichkeit an Maßnahmen einzuleiten, um unsere Umwelt vor weiteren Schäden zu schützen.

 

In diesem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass Sie meine Ausführungen ganz besonders interessieren werden. Leider ist es bisher kaum bekannt geworden, welche Möglichkeiten uns heute, nach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung, durch Solarluftschiffe zur Verfügung stehen. Es ist ein hochinteressanter und  zukunftswei - sender Beitrag zum Schutz unserer Umwelt, durch Reduzierung des CO2 Ausstoßes.                 

 

In meinen Bemühungen um die Renaissance von Luftschiffen, speziell Zeppelinen habe ich leider feststellen müssen, dass seit vielen Jahren, besonders nach dem Ende der „CargoLifter Euphorie“, keine wesentlichen neuen Entwicklungen auf dem Sektor Zeppelin – Großluftschiffe  zu verzeichnen sind. Es ist ein Stillstand eingetreten, der schöpferische Ruhepause oder Resignation bedeutet.

 

Da Luftschiffe (Zeppeline), wie kein anderes Luftfahrzeug, die Möglichkeit zur Verfü - gung stellen können, durch Solartechnik angetrieben und durch das Gas Helium um -weltfreundlich zu fliegen, sind sie als Rettungsanker in Bezug zu dem starken CO2 Ausstoß des bisherigen Luftverkehrs mit Flugzeugen, zu bezeichnen.

 

Zu diesem Thema habe ich zwei Berichte geschrieben, die ich Ihnen in der Anlage vorstellen möchte.

 

In meinem ersten Bericht : „Es ist 5 Minuten nach 12“, betreffen meine diesbezüg - lichen Ausführungen unsere heutige Situation in Verbindung mit unserer Umwelt und dem CO2 Ausstoß von Flugzeugen.

 

Der beanstandete große und sehr schädliche CO2 Ausstoß und die laufend steigende Flugkapazität könnte durch eine Partnerschaft und dem Ausbau der Luftschifftechnik zwischen dem bisherigen Flugbetrieb und dem zusätzlichen Einsatz von Luftschiffen jeder Größenordnung mit Solartechnik eine zweckmäßige und sinnvolle Ergänzung zur Verfügung stellen. Die Gesamtkapazität von Flügen mit Passagieren und speziellen Lastentransporten würde so den CO2  Ausstoß auf ein vertretbares Maß reduzieren.

 

Aber gerade jetzt, da wir das Ergebnis von jahrzehntelangen Entwicklungen dringend brauchen, haben wir leider keinen Zeppelin oder anderes Großluftschiff zur Verfügung,     um diese  bedauerliche Situation in den Griff zu bekommen.

 

In meinem zweiten Bericht  „Zeppelinland  Deutschland“  habe ich mich leider vergebens bemüht, eine Antwort darauf zu finden, warum es uns nach einer unver - gleichlichen Erfolgsepoche im Luftschiffbau von 1900–1940  bis heute noch nicht gelungen ist, einen Anschluss an diese Zeit der großen Vorbilder zu finden. In 70 Jahren war es in Deutschland leider nicht möglich, einen Zeppelin in dieser Größenordnung in die Luft zu bekommen.  Die Entwicklung von dem Großluftschiff für schwere Lasten „CargoLifter“ und vieler anderer Großprojekte, weltweit, sind leider gescheitert. Der Bedarf für diese ganz hervorragende Transportmöglichkeit besteht allerdings nach wie vor und wird sich in Zukunft noch wesentlich erweitern.

 

Der Tatbestand dieser Misserfolge ist sehr bedauerlich, denn gerade heute wäre es sehr wichtig und notwendig, die erforschten und entwickelten Erkenntnisse in Bezug auf unsere Umwelt in die Tat umzusetzen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich an den Bericht Nr. 3 des Weltklimarates erinnern und zitieren:  Der Ausstoß der Treibhausgase kann gesenkt werden, aber die Menschheit muß rasch handeln. Der dritte Teil des Klimaberichtes wendet sich an politische Entschei-

dungsträger in der Welt. Er macht deutlich, dass jetzt gehandelt werden muss, soll sich die Erde nicht katastrophal stark erwärmen.  Fachleute raten den Politikern sofort zu handeln.

 

Im übertragenen Sinne heißt das,  es sind Sofortmaßnahmen einzuleiten, die das Wissen und die Erkenntnisse von mehr als 70 Jahren auswerten, um aus der Vielfalt der techni - schen Möglichkeiten ein Grundmodell zu erarbeiten.

 

Die bereits angeführte Solartechnik für Luftschiffe müsste weiter erforscht und praxisge - recht entwickelt werden, damit sie in vollem Umfang einsatzfähig ist. Gelingt das mit allen Beteiligten, so wird sich auch die Wirtschaft dafür interessieren, denn es fehlt natürlich nicht am nötigen Geld, um solche sinnvollen Projekte umzusetzen, sondern am Vertrauen zu dem Gesamtkomplex,  an der Geschlossenheit aller beteiligten Interessengruppen und an der richtigen Einstellung, etwas für unsere Umwelt zu investieren.

 

Wie ich bereits in meinen verschiedenen Ausführungen geäußert habe, ist es von der Notwendigkeit und vom Bedarf her nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, dass sich der Gesamtkomplex „Solar – Luftschiffentwicklung“  zu einer Schlüsselindustrie erweitern läßt.

 

Berücksichtigen wir, dass wir auf eine ganz hervorragende Entwicklungsgeschichte im Luftschiffbau zurückblicken können, dass die Herstellung von Luftschiffen wesentlich preiswerter als die von Flugzeugen zu veranschlagen ist, dass die Betriebskosten durch Solartechnik auch viel günstiger sind und dass durch den Emissionshandel mit ganz erheblichen Zuschüssen gerechnet werden kann, so können wir davon ausgehen, dass Luftschiffe eine gute Ausgangsposition für die Zukunft haben, um das Gesamtprogramm der Luftfahrt zu ergänzen. Wir müssen nur unsere Erkenntnisse in die Tat umsetzen und schnell handeln, um Versäumtes nachzuholen.

 

Da durch die besondere Möglichkeit, umweltfreundlich zu fliegen, die Luftschiffentwick -lung in unserer Zeit eine ganz besondere Bewertung erfährt, wäre es wünschenswert und erforderlich, dass sich der Staat und Kommunen, Universitäten,  Hochschulen, Verbände und vor Allem die Wirtschaft aktiv an einer Weiterentwicklung beteiligen. Diese Aktivitäten kommen allen Menschen, im Zusammenhang mit der Verantwortung für unsere Umwelt, zugute. Mit diesem sinnvollen Beispiel  würde ein Anfang gemacht, um auch die Wirtschaft davon zu überzeugen, welche großen Möglichkeiten wirtschaftlich und vor allem für den Schutz unserer Umwelt gegeben sind. Ganz abgesehen davon, daß eine große Anzahl hochqualifizierter Arbeitsplätze geschaffen würde.

 

Angemahnte Aktivitäten müssten natürlich weltweit geschehen, aber wer macht den Anfang?

 

Nach meinen Recherchen wird als Antwort zu diesem Thema nicht etwa die Dringlichkeit des Projektes in Frage gestellt, sondern die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel, um meine Ausführungen in die Tat umzusetzen. Sie bewegen sich genau in der richtigen Richtung, ist das allgemeine Urteil aus Fachkreisen. Aber leider geschieht aktiv  nur sehr wenig, um die Startlöcher für den „Solar – Luftschiffbau“ zu besetzen.

 

Wenn wir uns heute auch in einer hausgemachten Welt - Wirtschaftskrise befinden, in der Millionenbeträge schon hinter dem Komma stehen und mit  Milliarden herumjongliert wird, gestatten Sie mir folgenden bescheidenen Hinweis.

 

Um entsprechend den Gegebenheiten einen realistischen Anfang zu machen, müsste mit einem Expertenteam ein Grundmodell aus den erforschten Erkenntnissen und dem neuesten Stand der Technik der letzten Jahrzehnte entwickelt werden.

 

Neueste  Computerprogramme machen es möglich, derartige Projekte am Rechner zu erstellen, um sie als Grundlage für konkrete Verhandlungen mit interessierten Kreisen zu verwenden..

 

Die bis zu diesem Zeitpunkt verhältnismäßig geringen Kosten könnten vielleicht von den Milliardenbeträgen zur Stabilisierung der Wirtschaft oder zum Schutze unserer Umwelt zur Verfügung gestellt werden. Auch wäre die einschlägige Industrie aufgerufen, sich finanziell an einem Projekt der Zukunft zu beteiligen.

 

So möchte ich noch zwei Beispiele zu diesem Themenkreis anführen, die erkennen lassen wie wichtig die Entwicklung und Produktion von Solar  Luftschiffen für die Lösung vorhandener  Probleme zu veranschlagen ist.

 

1: Wir haben nicht mehr viel Zeit, äußerte Umweltminister Gabriel vor der Klimakonferenz auf Bali und empfahl den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit bis 2050 zu halbieren. Er forderte, entsprechende Maßnahmen dazu umzusetzen. Die Alternativlösung, einen Teil der Gesamtflüge durch Solar- Luftschiffe“ zu übernehmen, wäre in jedem Fall eine Mög - lichkeit in die richtige Richtung.

 

2.  Ein Auszug aus dem Magazin für europäische Forschung „ FTE info

 

LUFTFAHRT UND UMWELT:

 

Die Luftfahrt hat zwei Schwachpunkte:  Lärmbekämpfung und Luftverschmutzung.

Trotz der enormen Fortschritte, die hinsichtlich ihrer Eindämmung erzielt worden sind, stellen die Aussichten auf eine anhaltende Expansion des weltweiten Flugverkehrs die gesamte Luftfahrtforschung hinsichtlich der Umwelt vor gewaltige Herausforderungen“

 

Angesichts dieser Fakten wäre eine zusätzliche Prüfung und Bearbeitung der angebo- tenen und machbaren Möglichkeiten als  Alternative zum bestehenden Luftverkehr und zur teilweisen Lösung dieser Probleme gerechtfertigt. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir es uns im Luftschiffbau einfach nicht mehr leisten vorwiegend für   Erkenntnisse  zu forschen, so lange wir nicht in der Lage sind die anfallenden Probleme zu lösen.

 

Dabei sollten wir uns doch einmal an die jüngste Vergangenheit im Zusammenhang mit Neuentwicklungen und Umwelt erinnern.

 

Wie wurden doch die ersten Anfänge und Erkenntnisse mit alternativen Energien belächelt und als „ Tropfen auf den heißen Stein “ bezeichnet. In relativ kurzer Zeit ist aus dem Tropfen eine Quelle geworden, die in absehbarer Zeit ein eigenes Flussbett benötigt um überall dorthin zu fließen, wo Bedarf vorhanden ist. Ganz abgesehen davon, dass wir uns durch das unerschöpfliche Potential von natürlichen Energien unabhängig von ausländi -schen Staaten machen und die Wirtschaft in steigendem Maße angekurbelt wird. Genü - gend schlechte Erfahrungen mit Abhängigkeit haben wir ja bereits zu verzeichnen. Ganz besonders wichtig ist die Tatsache, dass durch die Förderung von alternativen Energien, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sehr viele neue Arbeitsplätze geschaffen wer – den und eine zusätzliche Möglichkeit entsteht, die  Weltwirtschaftskrise zu überwinden.

 

 Es kann nicht sein, was nicht sein darf,

 

dass die Luftschiffe zu einem modernen Dinosaurierdasein abgestempelt werden und dass sie ihren Todesstoß bei dem Unglück in  Lakehurst im Jahre 1940 erhalten haben. Leider werden Großluftschiffe heute nur noch als Oldtimer gehandelt.

 

In meinem Bericht  „Zeppelinland Deutschland“  habe ich u. a. einige Großprojekte auf  -geführt, die fast alle bis zum Bau von Prototypen entwickelt wurden. Leider mußten alle  Vorhaben wegen Finanzierungsschwierigkeiten eingestellt werden.

 

Wie bereits an anderer Stelle angeführt, jongliert man heute mit Milliardenbeträgen von Volksvermögen, so dass es vollkommen unverständlich ist, dass man für derartige, sinn- volle Entwicklungen, die eine echte Alternative für die Zukunft sind, keine Mittel zur Verfü- gung stellen kann oder will.

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Es ist unverkennbar, dass ich als 87 jähriger Veteran aus der Zeit der großen Luftschiff- entwicklungen einen ganz besonderen Bezug zu der Entwicklung von  Zeppelinen und Luftschiffen habe. Mit meinen Ausführungen und meinem  persönlichen Beitrag, der Technik für eine neue Zeppelin - Generation, hoffe ich mich daran beteiligen zu können, daß der Zeppelin in absehbarer Zeit wieder eine Zukunft bekommt.  Ich möchte Luftfahrt mit Solar – Luftschiffen zur Diskussion stellen und bin überzeugt, dass damit ein Neuan - fang eingeleitet werden kann. Die Zeit ist reif für eine Renaissance der großen Vorbilder, wie z.B.  dem legendären Zeppelin „Graf Zeppelin“ aus dem Jahre 1929.

 

In seiner Antrittsrede forderte Bundespräsident Horst Köhler mehr Bürgerbeteiligung und beschwor die Stärke des Landes und die Tatkraft der Bürger als wesentliche Faktoren, um die weltweite Krise zu überwinden. In der Demokratie komme es auf jeden an, setzte er hinzu und appellierte an die Bürger, sich politisch zu engagieren. Die Distanz zwischen den Bürgern und den politischen Entscheidungsträgern ist etwas, das uns beschäftigen sollte.

 

Ein besseres Schlusswort kann ich mir für meinen Beitrag nicht wünschen. Ich hoffe nur, dass  diese schönen Worte auch in die Tat umgesetzt werden und dass maßgebende Ent - scheidungsträger die richtigen Entscheidungen treffen.

 

In diesem Zusammenhang, möchte ich Sie um Ihre Mithilfe bitten, Ihren Einfluss in Bezug auf die ungeahnten Zukunftsmöglichkeiten der Solar – Luftschiffentwicklung für unsere Umwelt einzusetzen. Jeder von uns steht an vorderster Front und stellt die Weichen für unsere Zukunft.

 

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass altershalber und aus gesundheit - lichen Gründen gewisse Grenzen meiner Aktivitäten vorprogrammiert sind. Als Ziel meiner Ausführungen bin ich bemüht dazu beizutragen, dass die Luftschiffentwicklung als vollwer - tiger Partner der Luftfahrt und zur Bekämpfung unserer Umweltschäden aus ihrem „Dornröschenschlaf“ geweckt wird und von allen beteiligten Stellen die entsprechende  Zuwendungen erfährt,

 

Da mir für weitere Unternehmungen Ihre persönliche Meinung außerordentlich wichtig ist, bitte ich Sie um einen Kommentar zu meinen Ausführungen.

 

Es geht um unsere Heimat und unsere schöne Welt, dafür sollte sich jeder Einsatz lohnen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Rudolf Küchler.

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