DER WELTKLIMARAT SPRICHT ES AUS: KLIMACHAOS IST MENSCHENWERK!
„SOLARLUFTSCHIFFE“, EIN BEITRRAG ZUM SCHUTZ UNSERER UMWELT
Es ist 5 Minuten nach zwölf!
5 Minuten vor zwölf, das war
vor Jahren, da hatten wir noch die Möglichkeit und die Freiheit wenigstens im
Ansatz die bereits bekannten und zu erwartenden Umweltschäden zu bekämpfen oder
zu lokalisieren. Heute, 5 Minuten nach 12 werden wir durch die Versäumnisse der
letzten Jahrzehnte dazu gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die weltweit
notwendig geworden sind.
Wenn wir die
Berichterstattung von Funk und Presse verfolgen, erhalten wir täglich Berichte
und Programme, die uns darüber aufklären, was uns in Zukunft erwartet.
Im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung hat
Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Bereitschaft bekräftigt, zu Gunsten des weltweiten Klimaschutzes die Kohlendioxydemission
in Deutschland bis zum Jahre 2050 um mehr als 80% zu senken.
Umweltminister Gabriel hat strenge Maßnahmen für den
Klimaschutz angekündigt.
Aus Brüssel kommt der zweite
Bericht zur Erderwärmung: Auf Grund des Klimawandels werden viele Millionen
Menschen in den kommenden Jahrzehnten von Hunger, Krankheiten und Tod bedroht
sein. Durch den Schmelzprozeß der Pole und das Ansteigen des Wasserpegels der
Weltmeere werden ganze Landstriche im Meer versinken und Millionen von Menschen
ihre Heimat verlieren. Es wird Auseinandersetzungen darüber geben welches Land
nimmt diese Menschen auf, wo ist Platz für eine neue Heimat.
Das Fazit vom Bericht Nr. 3 des Weltklimarates aus
Bangkok: Der Ausstoß der Treibhausgase
kann gesenkt werden, aber die Menschheit muß rasch handeln. Der dritte Teil des
Klimaberichtes wendet sich an politische Entscheidungsträger in der Welt. Er
macht deutlich, dass jetzt gehandelt werden muß, soll sich die Erde nicht
katastrophal stark erwärmen. Fachleute raten den Politikern sofort zu handeln.
Der Weltklimarat spricht es aus: Klimachaos ist Menschenwerk!
In Zukunft wird man nicht
mehr fragen was getan wurde, damit es nicht soweit kommen konnte, sondern man
wird fragen, was wurde nicht getan um die Katastrophen zu verhindern. Es wird geteilte
Lager darüber geben: Ist es wirklich so schlimm, wie behauptet wird, oder ist alles
nur Schwarzmalerei. Die bereits eingetretenen Katastrophen geben eine klare
Antwort auf diese Frage. Wir haben einen Zustand erreicht, der jeden von uns
zwingt mitzuwirken und sich dafür einzusetzen, das Beste aus dieser Situation
zu machen.
In den angeführten Berichten
geht es in erster Linie und zum größten Teil um Schadstoffbelastungen
durch CO2 Gase. Des Bürgers
liebstes Kind ist das Kraftfahrzeug und ausgerechnet das ist der
Hauptverursacher dieser giftigen Gase. Für Kraftfahrzeuge gibt es eine Menge
Maßnahmen und Gesetze, die eingeleitet wurden oder in Vorbereitung sind.
So gibt
es Russfilter, Bio-Kraftstoffe oder
Erdgas. Die Industrie will endlich neue Motoren auf den Markt bringen, die
wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen und dadurch den CO2 Wert
reduzieren. Brüssel will die Entwicklung von Wasserstoff-Autos in den nächsten
Jahren mit 470 Mill. €. fördern
Natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen, aber der gute Wille und vor allem die Einsicht ist
vorhanden, einen Rettungsanker für unsere Umwelt zu werfen.
Nun spielt sich unser Leben nicht nur auf dem Boden
ab. Vielen wird es da zu eng und sie
steigen deshalb in die Luft. Viele wollen auch viel schneller sein als die anderen
und gehen deshalb auch in die Luft. Die dritte Gruppe sind die Cleversten, die
gehen in die Luft, weil sich Fliegen in den letzten Jahren, in der Zeit des
wachsenden Umweltbewußtseins zu dem preisgünstigsten Verkehrsmittel für
Langstrecken entwickelt hat. Dieser Umstand hat zur Folge, dass die Kapazität
der Passagiere sehr stark zugenommen hat. Maßnahmen, die vor Jahren eingeleitet
wurden den Schadstoffausstoß zu verringern, werden dadurch wirkungslos.
Nachweisbar sind die Abgase in den letzten Jahren nicht weniger geworden,
sondern haben zugenommen.
Die Frage stellt sich, wie soll das weitergehen?
Wie eine Antwort auf meine
Frage steht ein Bericht zu diesem Thema in der Zeitung:
„Europäische
Fluggesellschaften sollen künftig grundsätzlich jede Verbindung zwischen der EU
und USA bedienen können.“ Das hat zur Folge, dass nach Berechnungen der EU Kommission
die Zahl der Passagiere in den 5 Jahren des Abkommens um 25% auf 75% steigen
wird. Die Umweltschützer warnen. Wenn sich diese Prognosen erfüllen, werde der
Treibgasausstoß durch Flugzeuge erheblich zunehmen. Die Europäische Förderation
für Verkehr und Umwelt rechnet mit 3.5 Millionen Tonnen CO2
Schadstoffen zusätzlich pro Jahr.
Meine Frage:
„Ist das die Antwort auf unsere Bemühungen unsere Erde zu retten?“
Diese Sachlage hat natürlich
auch viele andere Verursacher, wie z.B. Kohlekraftwerke, die langfristig durch
alternative Energien ersetzt werden können. Man sollte einen klaren Kopf
bewahren, um geeignete und vor allem machbare Lösungen zu entwickeln.
Im Zusammenhang mit der
Luftfahrt sollten wir nicht nur den Schadstoffauswurf als die wichtigste
Bewertung unserer Zeit betrachten, wir sollten auch einen Blick in die ruhmreiche
Vergangenheit der Luftfahrt werfen.
Fliegen zu können ist ein alter Traum der Menschheit, der mit den so genannten Vogelmenschen aus dem
Mittelalter seinen Einzug in die Menschheitsgeschichte vollzogen hat. Denken
wir an das Genie „Leonardo da Vinci“ (1452 – 1519), der lange der Zeit voraus,
seine berühmten „Flugapparate“
entwickelte. Die Gebr. Wright unternahmen
1903 ihren ersten kontrollierten Motorflug mit dem Flugzeug, der als
Meilenstein der Flugzeuggeschichte zu bezeichnen ist.
Es folgte dann ein Jahrhundert mit sagenhaften
Entwicklungen, die uns in Atem
gehalten und viele von uns miterlebt haben. Ohne auf die einzelnen Höhepunkte
näher einzugehen, können wir stolz darauf sein, was eine Elite von Spezialisten
und Fachkräften aus dem Traum der Menschheit,
zu fliegen, gemacht hat. So gibt es nicht nur Schadstoffe, sondern auch
ein ganz gewaltiges Entwicklungspotential. Denken wir doch an den „Airbus“, der
ein europäisches, führendes Vorzeigeprojekt für die ganze Welt geworden ist und
gerade durch seinen geringen Kraftstoffverbrauch und seine besondere Technik
zum Favoriten auf dem Weltmarkt wurde.
Ein Umdenken in der Luftfahrt berichtet von ersten
Schutzmaßnahmen: Bei der Luftfahrtindustrie
schlägt das Klimagewissen. Airbus will den CO2 –Ausstoß halbieren
und andere ziehen nach. Durch den gewaltigen Auftragszuwachs wird der Ausstoß
sehr bald von 2% auf 3% steigen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
So schön es auch ist, wenn die Wirtschaft boomt, aber nach dem neuesten Stand der Entwicklung ist
nicht damit zu rechnen, dass in Zukunft weniger geflogen wird. Die teuer
erkauften Verbesserungen werden gerade durch diese Weiterentwicklung zu mehr Passagieren
führen. Immer größer, immer schneller, immer billiger ist die Devise unserer
Zeit.
Was soll werden, angesichts dieser verkorksten
Situation?
Nach Umfragen wird man das
Fliegen in Zukunft nicht eindämmen können und es wäre ein Wunder, wenn man den heutigen
Schadstoffausstoß trotz großer Fortschritte der Reduzierungskünste, halten
könnte.
Es zeichnet sich nur ein Weg ab, um das Problem in
den Griff zu bekommen. Fliegen ja,
aber wir müssen nach zusätzlichen Alternativen suchen, um diesen Wunschtraum
und diesen wichtigen Wirtschaftsfaktor
weiterhin erhalten zu können.
Denken wir doch noch einmal zurück in die Anfänge der
Fliegerei. Fast zeitgleich mit der
Entwicklung von Flugzeugen erfüllten Luftschiffe den Traum der Menschheit,
fliegen zu können. Luftschiffe entsprachen der Idealvorstellung vom Fliegen,
denn sie konnten in der Luft schweben und waren nicht auf starke Motoren
angewiesen, um sich in der Luft halten zu können wie Flugzeuge, deren Auftrieb
in direktem Zusammenhang mit der Geschwindigkeit steht.
Luftschiffe erfüllen wie kein anderes Luftfahrzeug
den Wunsch des Menschen, zu fliegen. Der
Grundgedanke dieser erreichten Möglichkeit war nicht die schnelle Fortbewegung
von einem Ort zum anderen, sondern das Fliegen selbst, sich in die Luft zu erheben.
Im Luftschiff fliegt man, aber nicht im Rausch der Geschwindigkeit, sondern man
möchte losgelöst sein von der Erde, man möchte einmal über den Dingen stehen
und Abstand haben von dem Sog dieser Welt, unseres Alltages. Losgelöst und frei
sein, man möchte das Leben erleben.
Da Flugzeuge und Luftschiffe vieles gemeinsam haben und auch das gleiche Medium, Luft, benutzen, bieten
sie, gerade durch ihre Vielseitigkeit, den
Passagieren eine große Palette zum Thema „Fliegen“ an. Ein Luftschiff
ist daher der am besten geeignete Partner für beide Möglichkeiten, das
Nützliche mit dem Zweckmäßigen zu verbinden. In diesem Sinne wäre es
wünschenswert und zweckmäßig, wenn beide Seiten eine Interessen - oder partnerschaftliche
Verbindung eingehen würden. Ich denke dabei aber nicht nur an die ideellen
Werte oder an die kommerziellen Vorteile für beide Systeme, sondern an eine
sinnvolle Ergänzung zum beiderseitigen Nutzen im Zusammenhang mit unserer
Umwelt und dem CO2 -Ausstoß.
Nach der „CargoLifter – Pleite“ ist leider ein Stillstand im Luftschiffbau
eingetreten, der
schöpferische Ruhepause oder
Resignation bedeutet. Erinnern wir uns doch daran, wie vor vielen Jahren die Solar - Wasserstofftechnik entwickelt
wurde und wie man fieberhaft nach
Einsatzmöglichkeiten für geeignete Anwendungen suchte und forschte. Bei
diesen Aktivitäten waren natürlich auch
die Experten der „Leichter als Luft“ Bewegung dabei.
„Lotte 1“, ein kleines, 16 m langes, ferngesteuertes
Luftschiff, wurde von Dipl.Ing. Dr. Ingolf Schäfer der Uni. – Stuttgart
entwickelt, gebaut und im Jahre 1993 der Welt vorgestellt. Es war das erste deutsche
Luftschiff, das mit Solarzellen
ausgestattet wurde und mit Sonnenenergie fliegen konnte. Es war ein Beweis
dafür, dass ein neues Zeitalter, umweltfreundlich zu fliegen, seine Bewährungsprobe,
bestanden hatte.
Die größten Nachfolgemodelle,
schwärmt Ingolf Schäfer, die bis zu 450 Tonnen transportieren sollen, werden
wir mit Solarzellen bekleben. Dann werden unsere Zeppeline in einigen Jahren zu
100 % mit Sonnenenergie fliegen. Mittlerweile denken schon zukünftige
Hersteller von Luftschiffen über einen solaren Antrieb ihrer Giganten nach.
Gedanken aus dem Jahr 1993. Und im Jahre
2009 – Was ist daraus geworden?
Forschung und Industrie haben diese einmalige Chance
erkannt, die Solartechnik weiter auszubauen, so dass wir stolz darauf sein können, die führende
Nation auf diesem Gebiet zu sein. Von
den neuen Entwicklungen profitiert natürlich auch die Luftschifffahrt. So wurden
die viel zu schweren und zu steifen Solarzellen der 1.Generation „Lotte“ gegen
Dünnwandzellen, mit einem Bruchteil des Gewichtes und einer wesentlich besseren
Leistung seiner Vorgänger, ausgetauscht. Diese neuen Zellen sind hauchdünn und können
auf jede Oberfläche aufgedampft werden. So erhalten wir die einmalige Möglichkeit, die Außenhaut
des Luftschiffes direkt mit Solarzellen
beschichten zu können.
Es gibt kein vergleichbares Luftfahrzeug, das diese
Technik so komfortabel und zukunftsweisend einsetzen kann wie ein Zeppelin mit seiner großen Oberfläche. Diese Möglichkeit ist
den Luftschiffen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Haut geschrieben. Sie ist
eine Aufwertung unserer Umwelt durch eine echte Reduzierung des CO2 –Ausstos- ses. Bei genauer Betrachtung kann man nur Vorteile
für die Menschen und die Wirtschaft in unseren Bemühungen um unsere Umwelt feststellen.
Flugzeuge und Luftschiffe sind beides Luftfahrzeuge, deren
Hauptaufgabe in der Vielfältigkeit der Beförderung von Menschen und Gütern
liegt.
Flugzeuge fliegen schnell,
weil sie die Geschwindigkeit über die Tragflächen für den Auftrieb benötigen
und vor allem weil sie für hohe Geschwindigkeiten entwickelt werden, während
Luftschiffe wesentlich langsamer dahin gleiten, da sie durch ihr großes Außenvolumen
mit entsprechendem Luftwiderstand zu kämpfen haben. Die Triebwerke von
Flugzeugen sind im Bedarfsfall sehr leistungsstark und schlucken entsprechend
viel Kraftstoff, der für den berüchtigten CO2 -Ausstoß verantwortlich
ist.
Da haben es die „Luftschiffer“ leichter: Dank der Solarforschung wurde eine Technik entwickelt,
die es ermöglicht, dass Luftschiffe vollkommen umweltfreundlich fliegen können.
Luftschiffe werden nicht primär für Geschwindigkeiten gebaut und bisher auch
nicht entwickelt, weil sie eine ganze Palette andere, insgesamt wichtige und
hervorragende Eigenschaften besitzen, die den Vorteil der hohen Geschwindigkeiten
wieder ausgleichen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle den Geschwindigkeitsfanatikern
einige Fakten präsentieren.
Luftschiffe, speziell Zeppeline sind durchaus
wettbewerbsfähig zu anderen Luft- und
Landfahrzeugen, wenn es darum geht, ihre Aufgaben und Einsatzgebiete vollwertig
auszufüllen.
Der erfolgreichste Zeppelin aller Zeiten, die „Graf
Zeppelin“, erreichte bereits bei einer
ihrer ersten Fahrten im Jahre 1929, durch günstige Windverhältnisse, eine Durchschnittsgeschwindigkeit
von über 200 km/h. Die „Hindenburg“ schaffte es im Jahre 1936 unter gleichen
Verhältnissen bis zu 303 km/h.
Das geschah vor mehr als 70 Jahren und es wäre sehr
verwunderlich, wenn man heute nicht in der Lage wäre diese Leistungsdaten
wesentlich zu verbessern, wenn man es für erforderlich hält. (s. Zeppelin 2000
)
Die Lage ist ernst und es ist Eile geboten.
Aus meinen Berichten geht hervor,
dass ich mich speziell mit der Luftschiffentwicklung befasse und nach einem
gemeinsamen, sich ergänzenden Weg zwischen Flugzeug und Luftschiffaktivitäten
suche. Die Direktberührung liegt in der Gesamtbewertung des CO2 -Ausstoßes.
Darin liegt auch ein wesentlicher Bereich der Ergänzung beider Systeme.
Die „Luftschiffer“ haben
einfach Glück, dass ihnen die Sonne besondere Vorteile verschafft und sie sich
über jeden Sonnenstrahl freuen können, der ihnen zu einem umweltfreundlichen
Flug verhilft.
Da geht es unseren Kollegen
von den Jumbos leider nicht so gut, weil ihnen seit einigen Jahren ein unverschuldeter
Makel anhängt, dass ihre Abgase nicht in unsere Umwelt passen und deshalb als
Umweltverschmutzung reduziert werden müssen. Früher war noch nicht bekannt,
welche verheerenden Folgen die Abgase für unsere Umwelt haben. Rückwirkend kann
man allerdings die Verursacher nicht für die Folgeschäden verantwortlich
machen, denn schließlich war es bisher noch nicht erkennbar, was damit
angerichtet wird. Aber jetzt muß man unbedingt nach zusätzlichen Alternativen
suchen.
Um die verschiedenen Wertigkeiten beider Partner
ausgleichen bzw. einordnen zu
können, bringt der Gesamtkomplex der heutigen Luftfahrt ein großes Potential,
gewissermaßen das gesamte Umfeld, das für einen Flugbetrieb erforderlich ist, mit.
Ein besonderes Gebiet sind auch die Lasten - Transportmöglichkeiten, die für
beide Seiten sehr interessant sind. So können sie das gesamte Transportwesen
neu beleben und sinnvoll ergänzen. Zum eigenen Nutzen ihrer ausgezeichneten
Luftflotte haben Flugzeuge die Möglichkeit, ihre Überkapazität des immer mehr
steigenden Passagieraufkommens zum Teil auf Luftschiffe zu verlagern und
besonders für sperrige Lasten eine ausgezeichnete Alternative zu haben.
Ein Luftschiff mit Helium gefüllt, um in die Luft zu steigen und als Antrieb Sonnenenergie,
ist das, Nonplusultra umweltfreundlichen Fliegens und ein Musterbeispiel dafür,
dass wir weiterhin fliegen können und unsere Umwelt durch diese zusätzliche
Alternative schützen.
Natürlich hat es viele Jahre gedauert, bis man diese
Technik dem Luftschiffbau zur Verfügung stellen konnte. Aber jetzt, wo wir weltweit die Möglichkeit hätten,
mit der gesamten Palette der Luftschifftechnik unseren Beitrag zu unserer
Umwelt zu leisten, müssen wir leider feststellen, dass wir trotz 68 jähriger
Entwicklungsarbeit, weltweit keine Zeppeline oder Großluftschiffe zur Verfügung
stellen können.
Unverständlich ist bei dieser Feststellung, dass Deutschland mit dem Prädikat „Zeppelinland Deutschland“, durch seine ausgezeichneten Wissenschaftler,
Ingenieure und Spezialfachkräfte durchaus in der Lage wäre eine Spitzenposition
auf dem Weltmarkt für Luftschiffe, einzunehmen. Es stellt sich die Frage, woran
liegt es, dass wir in den vergangenen
Jahrzehnten noch keinen Anschluß an die Erfolgsjahre von 1900 bis 1940 gefunden haben.
Durch die vorgerückte Stunde im Zusammenhang mit
unserer Umwelt und den schlechten Ergebnissen
bisheriger Maßnahmen möchte ich nochmals an den Bericht Nr.3 des Weltklimarates
erinnern:
Der Ausstoß der Treibhausgase kann gesenkt werden, aber die Menschheit muß rasch handeln. Der dritte Teil des Klimaberichtes wendet sich an
politische Entscheidungsträger in der Welt. Er macht deutlich, dass jetzt
gehandelt werden muß, soll sich die Erde nicht katastrophal stark erwärmen.
Fachleute raten den Politikern sofort zu handeln.
Bisher hat man alle gut gemeinten
Vorhersagen, Feststellungen und dringenden
Mahnungen von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten zwar zur Kenntnis
genommen, aber doch mit Skepsis verbucht, weil alles noch viel Zeit habe und
wir es dann sowieso nicht mehr erleben würden.
Die Gletscherschmelze, die wir viele Jahre im
Fernsehen verfolgt haben und als herrliches
Naturwunder beobachten konnten, läßt sich auf einmal nicht mehr aufhalten und
schiebt ihre Eismassen wie glühende Lava in das Meer. Es wäre ein Trugschluß, davon
auszugehen, dass sich das Eis für immer in Nichts auflösen wird. Es taucht
genau so an anderer Stelle, geschmolzen wieder auf, in dem der Meeresspiegel
kontinuierlich ansteigen wird und ganze Inselgruppen und Festland untertauchen.
Ein großer Teil dieser Gebiete ist oder war besiedelt. Die armen Menschen
mußten alles zurücklassen und fliehen, während ihre Heimat im Meer versunken
ist.
Umweltminister Gabriel zitierte einen Bericht der
Klimakonferenz wie folgt:
Auf Grund des Klimawandels
werden viele Millionen Menschen in den kommenden Jahrzehnten von Hunger, Krankheiten und Tod bedroht sein.
Durch den Schmelzprozeß der Pole und das Ansteigen des Wasserpegels der
Weltmeere werden ganze Landstriche im Meer versinken und Millionen von Menschen
ihre Heimat verlieren. Es wird Auseinandersetzungen darüber geben, welches Land
diese Menschen aufnimmt, wo Platz für eine neue Heimat ist.
Jetzt ist es soweit, die Ereignisse haben uns
eingeholt. Heute sind es keine
Sprüche mehr, heute ist es brutale Realität. Schon vor Jahren kämpften Menschen
um ihre Heimat, um ihr Leben.
Wenn auch diese Lawine des
Umdenkens und Handelns in Deutschland ihren Ursprung hat, so hat sich das
Umfeld doch relativ schnell vergrößert. In anderen Nationen, vor allem
natürlich in Europa erkennt man nicht nur die gebotene Chance für die
Luftfahrt, sondern auch den finanziellen Anreiz der einzuleitenden Maßnahmen.
Der Not gehorchend erkennt man in den erforderlichen Aktivitäten die Wurzeln
einer ganz neuen Schlüsselindustrie mit ungeahnten wirtschaftlichen Möglichkeiten.
Denken wir doch z .B. an die gewaltigen Vorteile im Zusammenhang mit der Emissionssteuer,
die das Fliegen mit dem Luftschiff wesentlich reizvoller machen wird.
So wäre Deutschland in der Lage, federführend für
ganz Europa, bis weit über dessen
Grenzen, man kann sagen, weltweit, Verhandlungen über diesbezügliche
Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen zu führen.
Das Öl ist in den letzten Jahren weniger, immer
teurer und wertvoller geworden, so
dass man in den Ölstaaten immer mehr nach zweckmäßigen und lukrativen
Alternativen sucht, um die bisherigen Gewinne auszugleichen. In diesem
Zusammenhang wäre eine Geschäftsverbindung zu den Ölstaaten äußerst wichtig. Verhandlungen
mit den Strategen aus den Wüstenstaaten, mit denen Deutschland bereits gute Geschäftsverbindungen
unterhält, wie z.B. Kuwait, wären dabei von besonderer Wichtigkeit.
Vor einigen Tagen stand ein Artikel in der Zeitung:. Die
Ölscheichs setzen auf Sonnenenergie. Abu Dhabi entdeckt das Potential
regenerativer Energien. Erster Auftrag für 150 Mill. € geht nach Thüringen.
Insgesamt sollen ca. 1,3 Milliarden € in solche Anlagen investiert werden.
Natürlich wird Deutschland
so einen wirtschaftlichen Boom nicht allein bewältigen können, sondern ist an
einer weltweiten Erweiterung dieses Gesamtkonzeptes interessiert. Als Antwort
auf das Ergebnis der letzten Klimakonferenz in Bali hat man u .a. auch Maßnahmen
gegen den CO2 Schadstoffausstoß im Luftverkehr beschlossen.
Fluglinien sollen für Verschmutzung zahlen ist die Überschrift eines Artikels, der die Luftflotte
ab 2012 in das Emissionshandelssystem der Europäischen Mission einbeziehen
soll. Bedauerlich ist das Echo auf diese Ankündigung. Die strittigen Punkte
sind der Zeitpunkt, wann die Maßnahmen in kraft treten sollen und die Höhe der
benötigten Verschmutzungsrechte, die in Auktionen erworben werden müssen. Bei
dem Durchsetzen all dieser Verfügungen oder Beschlüsse zeigt sich leider auch,
dass man die international beschlossenen Richtlinien nur mit allergrößtem
Vorbehalt akzeptiert und in die Tat umsetzt.
Wie auch aus anderen
Kommentaren hervorgeht scheint man den Ernst der Situation immer noch nicht
erkannt zu haben, denn wir haben es bereits 5 Minuten nach 12. Eine weitere
Minute können wir uns einfach nicht mehr leisten.
Es ist an der Zeit, die Entwicklung von Solar-Luftschiffen als umweltfreundliche Transportmöglichkeit
für eine neu zu entwickelnde Schlüsselindustrie zu fördern und eine
partnerschaftliche Interessensverbindung
zwischen Luftschifffahrt und Luftfahrt zu unterstützen.
Rudolf Küchler
Rudolf
Küchler, Teckstr1. 71554 Weissach Tel/Fax 07191-53119. www.zeppelin2000.de
Kontakt: Rudolf.Kuechler@web.de