DER WELTKLIMARAT SPRICHT ES AUS:  KLIMACHAOS IST MENSCHENWERK! „SOLARLUFTSCHIFFE“, EIN BEITRRAG ZUM SCHUTZ UNSERER UMWELT

 

 

 

Es ist 5 Minuten nach zwölf!

 

 

 

5 Minuten vor zwölf, das war vor Jahren, da hatten wir noch die Möglichkeit und die Freiheit wenigstens im Ansatz die bereits bekannten und zu erwartenden Umweltschäden zu bekämpfen oder zu lokalisieren. Heute, 5 Minuten nach 12 werden wir durch die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte dazu gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die weltweit notwendig geworden sind.

Wenn wir die Berichterstattung von Funk und Presse verfolgen, erhalten wir täglich Berichte und Programme, die uns darüber aufklären, was uns in Zukunft erwartet.

 

Im Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Bereitschaft bekräftigt, zu Gunsten des weltweiten Klimaschutzes die Kohlendioxydemission in Deutschland bis zum Jahre 2050 um mehr als 80% zu senken.

 

Umweltminister Gabriel hat strenge Maßnahmen für den Klimaschutz angekündigt.

Aus Brüssel kommt der zweite Bericht zur Erderwärmung: Auf Grund des Klimawandels werden viele Millionen Menschen in den kommenden Jahrzehnten von Hunger, Krankheiten und Tod bedroht sein. Durch den Schmelzprozeß der Pole und das Ansteigen des Wasserpegels der Weltmeere werden ganze Landstriche im Meer versinken und Millionen von Menschen ihre Heimat verlieren. Es wird Auseinandersetzungen darüber geben welches Land nimmt diese Menschen auf, wo ist Platz für eine neue Heimat.

 

Das Fazit vom Bericht Nr. 3 des Weltklimarates aus Bangkok: Der Ausstoß der Treibhausgase kann gesenkt werden, aber die Menschheit muß rasch handeln. Der dritte Teil des Klimaberichtes wendet sich an politische Entscheidungsträger in der Welt. Er macht deutlich, dass jetzt gehandelt werden muß, soll sich die Erde nicht katastrophal stark erwärmen. Fachleute raten den Politikern sofort zu handeln.

 

Der Weltklimarat spricht es aus:  Klimachaos ist Menschenwerk!

In Zukunft wird man nicht mehr fragen was getan wurde, damit es nicht soweit kommen konnte, sondern man wird fragen, was wurde nicht getan um die Katastrophen zu verhindern. Es wird geteilte Lager darüber geben: Ist es wirklich so schlimm, wie behauptet wird, oder ist alles nur Schwarzmalerei. Die bereits eingetretenen Katastrophen geben eine klare Antwort auf diese Frage. Wir haben einen Zustand erreicht, der jeden von uns zwingt mitzuwirken und sich dafür einzusetzen, das Beste aus dieser Situation zu machen.

 

In den angeführten Berichten geht es in erster Linie und zum größten Teil um Schadstoffbelastungen durch  CO2 Gase. Des Bürgers liebstes Kind ist das Kraftfahrzeug und ausgerechnet das ist der Hauptverursacher dieser giftigen Gase. Für Kraftfahrzeuge gibt es eine Menge Maßnahmen und Gesetze, die eingeleitet wurden oder in Vorbereitung sind.

 

 So gibt es Russfilter, Bio-Kraftstoffe  oder Erdgas. Die Industrie will endlich neue Motoren auf den Markt bringen, die wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen und dadurch den CO2 Wert reduzieren. Brüssel will die Entwicklung von Wasserstoff-Autos in den nächsten Jahren mit 470 Mill. €. fördern

 

Natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen, aber der gute Wille und vor allem die Einsicht ist vorhanden, einen Rettungsanker für unsere Umwelt zu werfen.

 

Nun spielt sich unser Leben nicht nur auf dem Boden ab. Vielen wird es da zu eng und sie steigen deshalb in die Luft. Viele wollen auch viel schneller sein als die anderen und gehen deshalb auch in die Luft. Die dritte Gruppe sind die Cleversten, die gehen in die Luft, weil sich Fliegen in den letzten Jahren, in der Zeit des wachsenden Umweltbewußtseins zu dem preisgünstigsten Verkehrsmittel für Langstrecken entwickelt hat. Dieser Umstand hat zur Folge, dass die Kapazität der Passagiere sehr stark zugenommen hat. Maßnahmen, die vor Jahren eingeleitet wurden den Schadstoffausstoß zu verringern, werden dadurch wirkungslos. Nachweisbar sind die Abgase in den letzten Jahren nicht weniger geworden, sondern haben zugenommen.

 

Die Frage stellt sich, wie soll das weitergehen?

Wie eine Antwort auf meine Frage steht ein Bericht zu diesem Thema in der Zeitung:

„Europäische Fluggesellschaften sollen künftig grundsätzlich jede Verbindung zwischen der EU und USA bedienen können.“ Das hat zur Folge, dass nach Berechnungen der EU Kommission die Zahl der Passagiere in den 5 Jahren des Abkommens um 25% auf 75% steigen wird. Die Umweltschützer warnen. Wenn sich diese Prognosen erfüllen, werde der Treibgasausstoß durch Flugzeuge erheblich zunehmen. Die Europäische Förderation für Verkehr und Umwelt rechnet mit 3.5 Millionen Tonnen CO2 Schadstoffen zusätzlich pro Jahr.

 

Meine Frage: „Ist das die Antwort auf unsere Bemühungen unsere Erde zu retten?“ 

Diese Sachlage hat natürlich auch viele andere Verursacher, wie z.B. Kohlekraftwerke, die langfristig durch alternative Energien ersetzt werden können. Man sollte einen klaren Kopf bewahren, um geeignete und vor allem machbare Lösungen zu entwickeln.

 

Im Zusammenhang mit der Luftfahrt sollten wir nicht nur den Schadstoffauswurf als die wichtigste Bewertung unserer Zeit betrachten, wir sollten auch einen Blick in die ruhmreiche Vergangenheit der Luftfahrt werfen.

 

Fliegen zu können ist ein alter Traum der Menschheit, der mit den so genannten Vogelmenschen aus dem Mittelalter seinen Einzug in die Menschheitsgeschichte vollzogen hat. Denken wir an das Genie „Leonardo da Vinci“ (1452 – 1519), der lange der Zeit voraus, seine berühmten  „Flugapparate“ entwickelte. Die Gebr. Wright  unternahmen 1903 ihren ersten kontrollierten Motorflug mit dem Flugzeug, der als Meilenstein der Flugzeuggeschichte zu bezeichnen ist.

 

Es folgte dann ein Jahrhundert mit sagenhaften Entwicklungen, die uns in Atem gehalten und viele von uns miterlebt haben. Ohne auf die einzelnen Höhepunkte näher einzugehen, können wir stolz darauf sein, was eine Elite von Spezialisten und Fachkräften aus dem Traum der Menschheit,  zu fliegen, gemacht hat. So gibt es nicht nur Schadstoffe, sondern auch ein ganz gewaltiges Entwicklungspotential. Denken wir doch an den „Airbus“, der ein europäisches, führendes Vorzeigeprojekt für die ganze Welt geworden ist und gerade durch seinen geringen Kraftstoffverbrauch und seine besondere Technik zum Favoriten  auf dem Weltmarkt wurde.

 

Ein Umdenken in der Luftfahrt berichtet von ersten Schutzmaßnahmen: Bei der Luftfahrtindustrie schlägt das Klimagewissen. Airbus will den CO2 –Ausstoß halbieren und andere ziehen nach. Durch den gewaltigen Auftragszuwachs wird der Ausstoß sehr bald von 2% auf 3% steigen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

So schön es auch ist, wenn die Wirtschaft boomt, aber nach dem neuesten Stand der Entwicklung ist nicht damit zu rechnen, dass in Zukunft weniger geflogen wird. Die teuer erkauften Verbesserungen werden gerade durch diese Weiterentwicklung zu mehr Passagieren führen. Immer größer, immer schneller, immer billiger ist die Devise unserer Zeit.

 

Was soll werden, angesichts dieser verkorksten Situation?

Nach Umfragen wird man das Fliegen in Zukunft nicht eindämmen können und es wäre ein  Wunder, wenn man den heutigen Schadstoffausstoß trotz großer Fortschritte der Reduzierungskünste, halten könnte.

 

Es zeichnet sich nur ein Weg ab, um das Problem in den Griff zu bekommen. Fliegen ja, aber wir müssen nach zusätzlichen Alternativen suchen, um diesen Wunschtraum und diesen wichtigen  Wirtschaftsfaktor weiterhin erhalten zu können.

 

Denken wir doch noch einmal zurück in die Anfänge der Fliegerei. Fast zeitgleich mit der Entwicklung von Flugzeugen erfüllten Luftschiffe den Traum der Menschheit, fliegen zu können. Luftschiffe entsprachen der Idealvorstellung vom Fliegen, denn sie konnten in der Luft schweben und waren nicht auf starke Motoren angewiesen, um sich in der Luft halten zu können wie Flugzeuge, deren Auftrieb in direktem Zusammenhang mit der Geschwindigkeit steht.

 

Luftschiffe erfüllen wie kein anderes Luftfahrzeug den Wunsch des Menschen, zu fliegen. Der Grundgedanke dieser erreichten Möglichkeit war nicht die schnelle Fortbewegung von einem Ort zum anderen, sondern das Fliegen selbst, sich in die Luft zu erheben. Im Luftschiff fliegt man, aber nicht im Rausch der Geschwindigkeit, sondern man möchte losgelöst sein von der Erde, man möchte einmal über den Dingen stehen und Abstand haben von dem Sog dieser Welt, unseres Alltages. Losgelöst und frei sein, man möchte das Leben erleben.

 

Da Flugzeuge und Luftschiffe vieles gemeinsam haben und auch das gleiche Medium, Luft, benutzen, bieten sie, gerade durch ihre Vielseitigkeit, den  Passagieren eine große Palette zum Thema „Fliegen“ an. Ein Luftschiff ist daher der am besten geeignete Partner für beide Möglichkeiten, das Nützliche mit dem Zweckmäßigen zu verbinden. In diesem Sinne wäre es wünschenswert und zweckmäßig, wenn beide Seiten eine Interessen - oder partnerschaftliche Verbindung eingehen würden. Ich denke dabei aber nicht nur an die ideellen Werte oder an die kommerziellen Vorteile für beide Systeme, sondern an eine sinnvolle Ergänzung zum beiderseitigen Nutzen im Zusammenhang mit unserer Umwelt und dem CO2 -Ausstoß.

 

Nach der „CargoLifter – Pleite“ ist leider ein Stillstand im Luftschiffbau eingetreten, der

schöpferische Ruhepause oder Resignation bedeutet. Erinnern wir uns doch daran, wie vor  vielen Jahren die Solar - Wasserstofftechnik entwickelt wurde und wie man fieberhaft nach  Einsatzmöglichkeiten für geeignete Anwendungen suchte und forschte. Bei diesen Aktivitäten   waren natürlich auch die Experten der „Leichter als Luft“ Bewegung dabei.

 

„Lotte 1“, ein kleines, 16 m langes, ferngesteuertes Luftschiff, wurde von Dipl.Ing. Dr. Ingolf Schäfer der Uni. – Stuttgart entwickelt, gebaut und im Jahre 1993 der Welt vorgestellt. Es war das erste deutsche  Luftschiff, das mit Solarzellen ausgestattet wurde und mit Sonnenenergie fliegen konnte. Es war ein Beweis dafür, dass ein neues Zeitalter, umweltfreundlich zu fliegen, seine Bewährungsprobe, bestanden hatte.

 

Die größten Nachfolgemodelle, schwärmt Ingolf Schäfer, die bis zu 450 Tonnen transportieren sollen, werden wir mit Solarzellen bekleben. Dann werden unsere Zeppeline in einigen Jahren zu 100 % mit Sonnenenergie fliegen. Mittlerweile denken schon zukünftige Hersteller von Luftschiffen über einen solaren Antrieb ihrer Giganten nach. Gedanken aus dem Jahr 1993.  Und im Jahre 2009 – Was ist daraus geworden?

 

 

Forschung und Industrie haben diese einmalige Chance erkannt, die Solartechnik weiter auszubauen, so dass wir stolz darauf sein können, die führende Nation auf diesem Gebiet zu sein.  Von den neuen Entwicklungen profitiert natürlich auch die Luftschifffahrt. So wurden die viel zu schweren und zu steifen Solarzellen der 1.Generation „Lotte“ gegen Dünnwandzellen, mit einem Bruchteil des Gewichtes und einer wesentlich besseren Leistung seiner Vorgänger, ausgetauscht. Diese neuen Zellen sind hauchdünn und können auf jede Oberfläche aufgedampft werden. So erhalten  wir die einmalige Möglichkeit, die Außenhaut des Luftschiffes direkt mit Solarzellen  beschichten zu können.

 

Es gibt kein vergleichbares Luftfahrzeug, das diese Technik so komfortabel und zukunftsweisend einsetzen kann wie ein Zeppelin mit seiner großen Oberfläche. Diese Möglichkeit ist den Luftschiffen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Haut geschrieben. Sie ist eine Aufwertung unserer Umwelt durch eine echte Reduzierung des CO2 Ausstos- ses.  Bei genauer Betrachtung kann man nur Vorteile für die Menschen und die Wirtschaft in unseren Bemühungen  um unsere Umwelt feststellen.

 

Flugzeuge und Luftschiffe sind beides Luftfahrzeuge, deren Hauptaufgabe in der Vielfältigkeit der Beförderung von Menschen und Gütern liegt.

Flugzeuge fliegen schnell, weil sie die Geschwindigkeit über die Tragflächen für den Auftrieb benötigen und vor allem weil sie für hohe Geschwindigkeiten entwickelt werden, während Luftschiffe wesentlich langsamer dahin gleiten, da sie durch ihr großes Außenvolumen mit entsprechendem Luftwiderstand zu kämpfen haben. Die Triebwerke von Flugzeugen sind im Bedarfsfall sehr leistungsstark und schlucken entsprechend viel Kraftstoff, der für den berüchtigten CO2 -Ausstoß verantwortlich ist.

 

Da haben es die „Luftschiffer“ leichter: Dank der Solarforschung wurde eine Technik entwickelt, die es ermöglicht, dass Luftschiffe vollkommen umweltfreundlich fliegen können. Luftschiffe werden nicht primär für Geschwindigkeiten gebaut und bisher auch nicht entwickelt, weil sie eine ganze Palette andere, insgesamt wichtige und hervorragende Eigenschaften besitzen, die den Vorteil der hohen Geschwindigkeiten wieder ausgleichen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle den Geschwindigkeitsfanatikern einige Fakten präsentieren.

 

Luftschiffe, speziell Zeppeline sind durchaus wettbewerbsfähig zu anderen Luft- und Landfahrzeugen, wenn es darum geht, ihre Aufgaben und Einsatzgebiete vollwertig auszufüllen.

 

Der erfolgreichste Zeppelin aller Zeiten, die „Graf Zeppelin“, erreichte bereits bei einer ihrer ersten Fahrten im Jahre 1929, durch günstige Windverhältnisse, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 200 km/h. Die „Hindenburg“ schaffte es im Jahre 1936 unter gleichen Verhältnissen bis zu 303 km/h.

 

Das geschah vor mehr als 70 Jahren und es wäre sehr verwunderlich, wenn man heute nicht in der Lage wäre diese Leistungsdaten wesentlich zu verbessern, wenn man es für erforderlich hält. (s. Zeppelin 2000 )

 

Die Lage ist ernst und es ist Eile geboten.

Aus meinen Berichten geht hervor, dass ich mich speziell mit der Luftschiffentwicklung befasse und nach einem gemeinsamen, sich ergänzenden Weg zwischen Flugzeug und Luftschiffaktivitäten suche. Die Direktberührung liegt in der Gesamtbewertung des CO2 -Ausstoßes. Darin liegt auch ein wesentlicher Bereich der Ergänzung beider Systeme.

Die „Luftschiffer“ haben einfach Glück, dass ihnen die Sonne besondere Vorteile verschafft und sie sich über jeden Sonnenstrahl freuen können, der ihnen zu einem umweltfreundlichen Flug verhilft.

Da geht es unseren Kollegen von den Jumbos leider nicht so gut, weil ihnen seit einigen Jahren ein unverschuldeter Makel anhängt, dass ihre Abgase nicht in unsere Umwelt passen und deshalb als Umweltverschmutzung reduziert werden müssen. Früher war noch nicht bekannt, welche verheerenden Folgen die Abgase für unsere Umwelt haben. Rückwirkend kann man allerdings die Verursacher nicht für die Folgeschäden verantwortlich machen, denn schließlich war es bisher noch nicht erkennbar, was damit angerichtet wird. Aber jetzt muß man unbedingt nach zusätzlichen Alternativen suchen.

 

Um die verschiedenen Wertigkeiten beider Partner ausgleichen bzw. einordnen zu können, bringt der Gesamtkomplex der heutigen Luftfahrt ein großes Potential, gewissermaßen das gesamte Umfeld, das für einen Flugbetrieb erforderlich ist, mit. Ein besonderes Gebiet sind auch die Lasten - Transportmöglichkeiten, die für beide Seiten sehr interessant sind. So können sie das gesamte Transportwesen neu beleben und sinnvoll ergänzen. Zum eigenen Nutzen ihrer ausgezeichneten Luftflotte haben Flugzeuge die Möglichkeit, ihre Überkapazität des immer mehr steigenden Passagieraufkommens zum Teil auf Luftschiffe zu verlagern und besonders für sperrige Lasten eine ausgezeichnete Alternative zu haben.

 

Ein Luftschiff mit Helium gefüllt, um in die Luft zu steigen und als Antrieb Sonnenenergie, ist das, Nonplusultra umweltfreundlichen Fliegens und ein Musterbeispiel dafür, dass wir weiterhin fliegen können und unsere Umwelt durch diese zusätzliche Alternative schützen.

 

Natürlich hat es viele Jahre gedauert, bis man diese Technik dem Luftschiffbau zur Verfügung stellen konnte. Aber jetzt, wo wir weltweit die Möglichkeit hätten, mit der gesamten Palette der Luftschifftechnik unseren Beitrag zu unserer Umwelt zu leisten, müssen wir leider feststellen, dass wir trotz 68 jähriger Entwicklungsarbeit, weltweit keine Zeppeline oder Großluftschiffe zur Verfügung stellen können.

 

Unverständlich ist bei dieser Feststellung, dass  Deutschland mit dem Prädikat „Zeppelinland Deutschland“, durch seine ausgezeichneten Wissenschaftler, Ingenieure und Spezialfachkräfte durchaus in der Lage wäre eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt für Luftschiffe, einzunehmen. Es stellt sich die Frage, woran liegt es, dass  wir in den vergangenen Jahrzehnten noch keinen Anschluß an die  Erfolgsjahre von 1900 bis 1940 gefunden haben.

 

Durch die vorgerückte Stunde im Zusammenhang mit unserer Umwelt und den schlechten Ergebnissen bisheriger Maßnahmen möchte ich nochmals an den Bericht Nr.3 des Weltklimarates erinnern:

 

Der Ausstoß der Treibhausgase kann gesenkt werden, aber die Menschheit  muß rasch handeln. Der dritte Teil des Klimaberichtes wendet sich an politische Entscheidungsträger in der Welt. Er macht deutlich, dass jetzt gehandelt werden muß, soll sich die Erde nicht katastrophal stark erwärmen. Fachleute raten den Politikern sofort zu handeln.

 

Bisher hat man alle gut gemeinten Vorhersagen, Feststellungen und dringenden  Mahnungen von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten zwar zur Kenntnis genommen, aber doch mit Skepsis verbucht, weil alles noch viel Zeit habe und wir es dann sowieso nicht mehr erleben würden.

 

Die Gletscherschmelze, die wir viele Jahre im Fernsehen verfolgt haben und als herrliches Naturwunder beobachten konnten, läßt sich auf einmal nicht mehr aufhalten und schiebt ihre Eismassen wie glühende Lava in das Meer. Es wäre ein Trugschluß, davon auszugehen, dass sich das Eis für immer in Nichts auflösen wird. Es taucht genau so an anderer Stelle, geschmolzen wieder auf, in dem der Meeresspiegel kontinuierlich ansteigen wird und ganze Inselgruppen und Festland untertauchen. Ein großer Teil dieser Gebiete ist oder war besiedelt. Die armen Menschen mußten alles zurücklassen und fliehen, während ihre Heimat im Meer versunken ist.

 

Umweltminister Gabriel zitierte einen Bericht der Klimakonferenz wie folgt:

Auf Grund des Klimawandels werden viele Millionen Menschen in den kommenden Jahrzehnten  von Hunger, Krankheiten und Tod bedroht sein. Durch den Schmelzprozeß der Pole und das Ansteigen des Wasserpegels der Weltmeere werden ganze Landstriche im Meer versinken und Millionen von Menschen ihre Heimat verlieren. Es wird Auseinandersetzungen darüber geben, welches Land diese Menschen aufnimmt, wo Platz für eine neue Heimat ist.

 

Jetzt ist es soweit, die Ereignisse haben uns eingeholt. Heute sind es keine Sprüche mehr, heute ist es brutale Realität. Schon vor Jahren kämpften Menschen um ihre Heimat, um ihr Leben.

Wenn auch diese Lawine des Umdenkens und Handelns in Deutschland ihren Ursprung hat, so hat sich das Umfeld doch relativ schnell vergrößert. In anderen Nationen, vor allem natürlich in Europa erkennt man nicht nur die gebotene Chance für die Luftfahrt, sondern auch den finanziellen Anreiz der einzuleitenden Maßnahmen. Der Not gehorchend erkennt man in den erforderlichen Aktivitäten die Wurzeln einer ganz neuen Schlüsselindustrie mit ungeahnten wirtschaftlichen Möglichkeiten. Denken wir doch z .B. an die gewaltigen Vorteile im Zusammenhang mit der Emissionssteuer, die das Fliegen mit dem Luftschiff wesentlich reizvoller machen wird.

 

So wäre Deutschland in der Lage, federführend für ganz Europa, bis weit über dessen Grenzen, man kann sagen, weltweit, Verhandlungen über diesbezügliche Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen zu führen.

 

Das Öl ist in den letzten Jahren weniger, immer teurer und wertvoller geworden, so dass man in den Ölstaaten immer mehr nach zweckmäßigen und lukrativen Alternativen sucht, um die bisherigen Gewinne auszugleichen. In diesem Zusammenhang wäre eine Geschäftsverbindung zu den Ölstaaten äußerst wichtig. Verhandlungen mit den Strategen aus den Wüstenstaaten, mit denen Deutschland bereits gute Geschäftsverbindungen unterhält, wie z.B. Kuwait, wären dabei von besonderer Wichtigkeit.

 

Vor einigen Tagen stand ein Artikel in der Zeitung:. Die Ölscheichs setzen auf Sonnenenergie. Abu Dhabi entdeckt das Potential regenerativer Energien. Erster Auftrag für 150 Mill. € geht nach Thüringen. Insgesamt sollen ca. 1,3 Milliarden € in solche Anlagen investiert werden.

 

Natürlich wird Deutschland so einen wirtschaftlichen Boom nicht allein bewältigen können, sondern ist an einer weltweiten Erweiterung dieses Gesamtkonzeptes interessiert. Als Antwort auf das Ergebnis der letzten Klimakonferenz in Bali hat man u .a. auch Maßnahmen gegen den CO2 Schadstoffausstoß im Luftverkehr beschlossen.

 

Fluglinien sollen für Verschmutzung zahlen ist die Überschrift eines Artikels, der die Luftflotte ab 2012 in das Emissionshandelssystem der Europäischen Mission einbeziehen soll. Bedauerlich ist das Echo auf diese Ankündigung. Die strittigen Punkte sind der Zeitpunkt, wann die Maßnahmen in kraft treten sollen und die Höhe der benötigten Verschmutzungsrechte, die in Auktionen erworben werden müssen. Bei dem Durchsetzen all dieser Verfügungen oder Beschlüsse zeigt sich leider auch, dass man die international beschlossenen Richtlinien nur mit allergrößtem Vorbehalt akzeptiert und in die Tat umsetzt.

 

Wie auch aus anderen Kommentaren hervorgeht scheint man den Ernst der Situation immer noch nicht erkannt zu haben, denn wir haben es bereits 5 Minuten nach 12. Eine weitere Minute können wir uns einfach nicht mehr leisten.

 

Es ist an der Zeit, die Entwicklung von Solar-Luftschiffen als umweltfreundliche Transportmöglichkeit für eine neu zu entwickelnde Schlüsselindustrie zu fördern und eine

partnerschaftliche Interessensverbindung zwischen Luftschifffahrt und Luftfahrt zu unterstützen.

 

 

 

Rudolf Küchler

 

 

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