
„Z E P P E L I N E“
DIE KÖNIGE
DER LÜFTE
Fliegen
zu können ist ein alter Traum der Menschheit, der mit den so genannten
Vogelmenschen
aus dem Mittelalter seinen Einzug in die Menschheitsgeschichte vollzogen hat.
Denken wir an das Genie „Leonardo da Vinci“ (1452 – 1519), der lange der Zeit
voraus, seine berühmten „Flugapparate“ entwickelte. Denken wir an „Otto
Lilienthal (1848 – 1896), ein einmaliger
Pionier der Luftfahrtgeschichte und Gebr. Wright, die 1903 ihren ersten
kontrollierten Motorflug mit dem Flugzeug, der als Meilenstein der Flugzeuggeschichte
zu bezeichnen ist, durchgeführt haben.
Eine
besondere Rolle spielt zu dem Thema „Fliegen“ die „Leichter als Luft Entwicklung“,
die 1783 mit der „Eroberung der Luft“ durch Ballone begann und sich in den nächsten
Jahrzehnten durch eine längliche Ballonhülle mit Flossen, zum Lenken und einer
Motorisierung zur gezielten Fortbewegung, zum Luftschiff entwickelt hat.
Am
2. Juli 1900 startete das erste Luftschiff mit starrem Gerippe „Zeppelin LZ1“zu
seinem Jungfernflug. Die Entwicklung der großen „Zeppeline“ stammt von „Graf v.
Zeppelin“, einem besonders zielstrebigen Pionier der Luftschiffgeschichte, dem
es zu verdanken ist, daß Zeppeline einen einzigartigen Siegeszug in der
Luftschiffgeschichte zu verzeichnen haben.
Der
Sprung in die Gegenwart ist leider nicht so verlockend, wie die ruhmreiche Vergangenheit
der „Zeppelin - Ära“ von 1900 - 1940 vermuten läßt.
Was
heute über Zeppeline veröffentlicht wird und auf den Bildschirmen zu sehen
ist,
gehört fast ausschließlich in die Pionierzeit der Luftschiff - Entwicklung von
1900
– 1940 und endet meist, (1mal im Monat) mit der Hindenburg - Katastrophe
in
Lakehurst.
Wer
schreibt schon von der Zukunft, von dem Erbe aus dieser Zeit und den großen
Erfolgen der „Zeppelin - Ära“? Wer denkt
schon an die großen Möglichkeiten, die sich gerade in unserer Zeit anbieten.
Wer denkt daran, dass uns mit dem Zeppelin und der Solartechnik ungeahnte
Möglichkeiten für die Lösung der anfallenden Probleme der Zukunft zur Verfügung
stehen.
Da
jede Entwicklung vom Bedarf abhängig ist, sollte man doch hier einmal ansetzen.
Wo ist denn heute die Presse, die in der Vergangenheit mit über 1000 Artikeln
und
Berichten über die „CargoLifter Euphorie“ geschrieben hat? Wo sind die großen Zeppeline für Passagiere
(s. Hindenburg), die zusammen mit den großen und erfolgreichen Luxuslinern der
Weltmeere und Flüsse das Monopol der Urlauber ergänzen und in neue Bahnen
lenken? Wo ist die Wissenschaft, die mahnend den Bedarf von Hunderten
Luftschiffen für die Lösung dringender Aufgaben brauchte. Wo sind die großen
Lastentransporte in alle Welt, die nur mit dem Zeppelin sinnvoll durchgeführt
werden können? Wo sind die
Spezialtransporter zur Bewältigung von Katastrophen? Wo dringende
Hospitalluftschiffe, die ihren Einsatz
überall in der Welt, wo sonst keine Hilfe möglich ist, ausführen können? Wo
sind die Entwicklungen von Jahrzehnten im Luftschiffbau, oder sind wir bei Planungen
und Erkenntnissen stehen geblieben?
Das
Ende der damaligen Erfolge geschah 1940 aus politischen Motiven und nicht weil
der Zeppelin ausgedient hatte. Hätten die Pioniere von damals die technischen
Möglichkeiten von heute für ihre Entwicklungen gehabt, wäre es heute selbstverständlich, Einsätze für Touristik,
Weltreisen, Groß- Lastentransporte, Flüge im Auftrage der Wissenschaft,
Beobachtungen aller Art und sehr viele weitere Einsätze mit dem Zeppelin
auszuführen.
Ein
Luftschiff mit Helium gefüllt, um in die Luft zu steigen und als Antrieb Sonnenenergie,
ist das Nonplusultra umweltfreundlichen Fliegens und ein Musterbeispiel dafür,
dass wir weiterhin fliegen können und unsere Umwelt durch diese zusätzliche
Alternative schützen.
Zeppeline,
die Könige der Lüfte, die majestätisch schon vor 80 Jahren um die ganze Welt
gefahren sind, Zeppeline, die wie kein anderes Luftfahrzeug den Wunsch der
Menschheit, zu fliegen, in allerhöchster Potenz erfüllen. Zeppeline, die als ein
Ge - schenk des Himmels, mit Solarenergie umweltfreundlich fliegen können und
ein Musterbeispiel für den Einsatz von alternativen Energien darstellen,
WO SIND SIE
GEBLIEBEN?
In
meinen weiteren Ausführungen und Berichten (s. Aufstellung), habe ich mich
bemüht, selbst eine Antwort auf diese Frage zu finden. Leider vergebens, denn
die allgemein bekannten Argumente gegen die Förderung des Luftschiffbaues, wie die
Katastrophe in Lakehurst
und der zu langsame Flug von Luftschiffen können doch, im Verhältnis zu der
Erfolgsgeschichte und dem heutigen Stand der Technik, kein ernsthaftes
Gegenargument sein. Es gibt Hunderte von Fachbüchern über die ruhmreiche
Geschichte und Vergangenheit von Zeppelinen und Luftschiffen. Es gibt Tausende
von Artikeln und Fachberichten, die die großen Erfolge der Luftschiffentwicklung
von 1900 – 1940 dokumentieren und es
gibt unzählige Bedarfsanmeldungen für Einsätze von Zeppelinen in der ganzen
Welt. Um diese „Entwicklungslücke“ zu schließen, gibt es eine große Anzahl von Universitäten
und Fachhochschulen, weltweit, die das Thema „Leichter als Luft“ – Luftschiffe als
Studienfach anbieten.
Nur, es gibt seit 1940 keinen
einzigen Zeppelin mehr!
Wenn
wir dann noch davon ausgehen, dass es in der Zwischenzeit, von 1940 bis heute
trotz umfangreicher Planungen, Entwicklungen, Erkenntnissen und Modellbauten
von Zeppelinen – Großluftschiffen nicht ein einziges Projekt den Himmel
erreicht hat, so ist die Frage „Zeppeline, wo sind sie geblieben?“,
gerechtfertigt.
In
einigen weiteren Berichten oder Ausführungen habe ich mich bemüht, dieses Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten zu
beleuchten und komme von allen Seiten zu
dem gleichen Ergebnis.
So
gibt es Licht und Schatten, Höhen und Tiefen und es ist nicht nur neueste Technik
und viel Geld gefragt. Gehen wir zurück zum Anfang der Entwicklung, zu Graf v.
Zeppelin und vielen anderen Pionieren. Es war nicht nur das Geld, das diese einzigartige
Entwicklung vorangetrieben und möglich gemacht hat. Es war die Begeisterung und
der unerschütterliche Glaube, einen Wunschtraum der Menschheit zu verwirklichen.
Und jetzt sind wir dran, das Beste aus diesem Erbe zu machen, vor allem da uns
die Solarenergie ein Zeichen unserer Zeit setzt, das wir in keinem Fall
übersehen dürfen.
Rudolf
Küchler
„Zeppelinland Deutschland“
„Es ist
5 Minuten nach zwölf!“
„Zeppeline,
die Könige der Lüfte“
Wo
sind sie geblieben?
Rudolph Küchler, Teckstraße 1, 71554 Weissach im Tal,
Tel/Fax 07191 53119, www.zeppelin.de,
info@zeppelin2000.de